Das Thema

Speziell für Journalisten, Reporter und Medienagenturen, haben wir seit 2022 die "CoopGo-Medien-Dialoge" entwickelt. Die Dialog-Formen haben sich bereits bewährt. Daran knüpfen wir an. Natürlich kann dieser "Service" auch wahlweise über Mail, Video- oder Telefonkonferenz erfolgen. Hinweis: Aufgrund der überraschend hohen Nachfrage, bitten wir um Verständnis, wenn ähnliche Fragestellungen sozusagen zu "Informations-Blöcken" verbunden werden. Sollten Informationen einem besonderen "Zeitdruck" unterliegen, teilen Sie uns dies bitte mit. Wir finden sicherlich auch dafür eine Lösung. ... (Koordination und Redaktion: Gerd K. Schaumann)

25.7.23

„MehrWert“ - Prüfungen – Was denn sonst …„?! (2)



*Der Kooperative braucht freie, innovative Genossenschaften*

 

GenoGo-Dialoge – Impulse für die Praxis

 

 *Den Kooperativen Wandel gemeinsam gestalten*

Hinweis: Die GenoGo--Dialoge (per Mail, Telefon- o. Video) sollen Impulse für eine erfolgreiche  Umsetzung Kooperativer Projekt-Ideen bieten. Die GenoGor-Dialoge sind kostenfrei, sofern uns die Möglichkeit eingeräumt wird, diese Informationen zur Förderung des Kooperativen Wandels und Moderner Genossenschaften zu veröffentlichen. („Hilfen zur Selbsthilfe“). Ausschließlich, um eine bessere Lesbarkeit zu gewährleisten, können die Fragen (stilistisch) von uns geringfügig angepasst bzw. gekürzt werden. Wir garantieren Anonymität. Danke für euere/ihre Anregungen zur Gestaltung einer modernen Kooperations-Gesellschaft.

 Fragen (Auszug)

Danke für euere Antwort. Für uns als Journalisten ist es wichtig, Hintergründe zu erfahren, weshalb das Genossenschaftswesen in Deutschland – im EU-Vergleich – so „unterentwickelt“ erscheint. …

Wir können uns des „Verdachts“ nicht erwehren, dass die Verbände im Genossenschaftswesen nicht ganz „schuldlos“ an dieser negativen Entwicklung sind. …

An der Situation dieser „Verbraucher-Genossenschaft“ wird deutlich, dass längst andere „Kräfte“ wirksam werden, die ganz gewiss nicht im Interesse der Genossenschaftsmitglieder wirken. Sie „kochen“ eher im eigenen Interesse, z.B., indem sie mit „kooperierenden“ Anwälten, deren Umsätze „steigern“ helfen. …

Statt den engeren Kontakt mit den Mitgliedern der Genossenschaften zu suchen – also Probleme (aktiv) zu lösen – scheint man bei den Genossenschafts- und/oder Prüfungsverbänden eher daran interessiert zu sein, „sich zügig von den Problemen zu lösen“…

Man sieht sozusagen „teilnahmslos“, wie – unter Vorgabe den Mitgliedern „helfen“ zu wollen, genau das Gegenteil davon bewirkt wird. Dabei ist es eigentlich egal, ob das bewusst oder unbewusst geschieht – es geschieht!

Diese Art/Form von „Verbänden“ ist einfach nicht mehr zeitgemäß!

Wo aber sind/bleiben die „Alternativen“?

Fällt diesen Verbänden wirklich nicht mehr ein? Wollen sie nicht – oder können sie nicht?

Im Fall der erwähnten Genossenschaft, wäre es eigentlich sinnvoll gewesen, (als Verband) z.B. selbst eine Generalversammlung einberuft?!

Unserer Ansicht nach ist (dringend) geboten, dass die Mitglieder dieser Verbände „aufwachen“ und beginnen, (endlich) aktiver selbst ihre Interessen einzufordern, statt sie irgendwelchen (bürokratischen) „Funktionären“ zu überlassen. …

Habt ihr dazu einige Hinweise für uns?! Wie wäre es z.B. von  (den bisherigen) (vergangenheitsbezogenen) „Wirtschafts-Prüfungen“ zu (zukunftsbezogenen) „Mehr-Wert-Prüfungen“ überzugehen?

Diese Sichtweise könnte auch dazu führen, dass „Genossenschafts-Prüfungen“ wirklich Akzeptanz bei Genossenschaften finden – denn im Gegensatz zur aktuellen Lage – würden dann (den bisher vermissten) „Mehrwert“ entstehen lassen …

Ländern wie Frankreich, Spanien, Italien, etc. haben dies längst erkannt. …

Nun, sie haben wohl auch keine „Staatsaufsicht“?! 

 

 Antworten (Auszug)

Das klingt gut, so gut, dass man Euch ermutigen könnte, dazu „Seminare für Journalisten im Genossenschaftswesen“ vorzubereiten. …

Den Begriff „Mehrwert-Prüfungen“ finden wir gut, weil er genau das aufzeigt, worum es eigentlich geht:

·       Die Vorteile, die zweifellos „Gemeinschafts-Handeln“ bietet, zugunsten der Mitglieder in Realisation zu bringen.

 

 

·       Es wäre ein Irrtum anzunehmen, dass Genossenschaften sich grundsätzlich gegen „Kooperation mit Sachverstand“ sperren. Sie sind auch gern bereit, Beiträge und Gebühren zu zahlen, möchten jedoch erkennen, dass für sie daraus Leistungen und Lösungen entstehen, die ihrer Genossenschaft und deren Mitgliedern adäquaten Nutzen bieten.

 

„Nutzen“ also „Mehrwert“ entsteht z.B. dann, wenn (rechtzeitig) Hinweise auf Risiken erfolgen oder verbesserte Grundlagen für die Erträge entstehen, um die Förderwirtschaft der Genossenschaft (en) zu optimieren….

 

Wenn ihr auf den von euch geschilderten „Fall“ hinweist, vermögen auch wir nicht zu erkennen, dass sich aus der Handlung (Ausschluss der Genossenschaft aus dem Verband)  „Mehrwert“ (für die Genossenschaft, bzw. deren Mitglieder) - oder das Genossenschaftswesen schlechthin- ableiten ließe. ….

 

„Mehrwert“ entsteht jedoch bei den „Kritikern“ der Genossenschaft (Journalisten)! Ob das dem Genossenschaftsverband bewusst war oder nicht, ist oder nicht; es ist „Fakt“, denn nur darum werden solche Journalisten wohl überhaupt nur tätig. …

 

Nicht anders bewerten wir die Situation, dass „man“ sich nunmehr auch an genossenschaftliche „Aufsichten“ wenden werde. …

 

Ist das im Sinne/Interesse der Mitglieder solchermaßen betroffener Genossenschaften?  Wohl kaum, denn auch dieser „Weg“ dient einzig dazu, mehr und mehr Mitglieder der Genossenschaft zu verunsichern. Man könnte es wohl auch so ausdrücken:

 

·       Solcher Art Journalisten geht es nicht um das „Wohl der Mitglieder“ solcher Genossenschaften; es geht immer nur um das „eigene“ Wohl (gemessen in der Anzahl neuer Mandanten). …

 

Was wäre demnach von einem Genossenschafts-Verband zu erwarten, der – medial gut aufgemacht -  mit solchen „Presse-„Sonder-Situationen“  („Mandanten-Aquisen“) „konfrontiert“ wird?

 

Nennen wir das mal:

 

·       Intelligent die Interessen der betroffenen Genossenschaftsmitglieder zu vertreten!

 

Und wie geht das?

 

Indem man (beharrlich- als Genossenschaftsverband)) „Partei“ zugunsten der Mitglieder dieser Genossenschaft ergreift und zeitnah darauf dringt, eine (außerordentliche) „Mitglieder-Versammlung“ (Generalversammlung) einzuberufen! Wer dazu einberuft, ist sekundär; Hauptsache ist, sie findet zeitnah statt!

 

Nicht besonders „klug“ ist jedoch, solche Genossenschaften (aufgrund vorgenannter Ereignisse) aus dem Verband auszuschließen. Genau das führt dann (verstärkt)  dazu, dass solche „Medien-Gruppen“ zusätzlich ermutigt werden, ihren (durchsichtigen) „Weg“ fortzusetzen, der da – kurz gefasst – heißt:

 

·       Je mehr und je negativer die Berichterstattung, um besser für unser „Geschäfts-Konzept“. …

 

Gleichermaßen würden wir auch die „Staats-Aufsichten“ bitten, genauer hinzuschauen und sich zu fragen:

·       Wer genau will – und warum – ein Handeln von uns?

 

Auch für die (Staats-) Aufsichten sollte gelten:

·       Sie sollten sich klar darüber sein, warum – und mit welchem Ziel – sie „Aufsicht“ führen?

 

Wie auch immer man das begründet, es gilt der Grundsatz::

·       Auch die „Aufsicht“ ist kein „Selbstzweck“; sie dient – letztlich vorrangig und ausschließlich - dem Schutz der Mitglieder von Genossenschaften!

 

Und deshalb sollte jeder Weg unterstützt werden, der zeitnah dazu führt, die Mitglieder (selbst) entscheiden zu lassen. …

Wer das vor Augen hat, unterstützt z.B. – vorbehaltlos – die Durchführung einer zeitnahen Generalversammlung!

 

Natürlich ist auch als „Nutzen“ anzuerkennen, wenn durch eine „Prüfung“    

 

Wir freuen uns auf euere Antwort!

GenoGo – Die Genossenschafts-Idee verdient einen Neuanfang!

 

 

Redaktion

 

 AG GenoGo-Dialoge im SmartCoop Forschungsinstitut (SCFI) - „ThinkTank“ im  Bundesverband MMWCoopGo e.V. www.bundesverband-mmw.de

i.V.m.

 AG KooperationsRat

 

Kontakt

 

KooperationsRat

Ein Gemeinschaftsprojekt von Verbänden-Vereinen-Gruppen-Einzelpersonen

zur Förderung

Freier – Moderner – Zukunftsfähiger Genossenschaften

im Rahmen des Kooperativen Wandels

Koordination: Gerd K. Schaumann

www.verbaendenetz-mmw.de

Kontakt:  service@verbaendenetz-mmw.de – Tel: +49 172 3427244

 

 

So haben wir uns „(Mehrwert-)Prüfungen“ nicht vorgestellt (1)

 


*Der Kooperative Wandel braucht freie, innovative Genossenschaften*

 

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 Fragen (Auszug)

Vor einiger Zeit wurden wir über eine Genossenschaft informiert, die als „Verbraucher-Genossenschaft“ firmiert. Sie ist inzwischen – wie man so  in „Journalisten-Kreisen“ formuliert - in die „Schlagzeilen“ geraten. Auch uns wurde zu dieser Genossenschaft entsprechendes „Material“ angeboten. …

Wir haben (wie dies unser fest verankerter Arbeits-Stil ist!) lieber selbst recherchiert und das war gut so, denn die „Recherchen“ der „Kollegen“ haben uns doch etwas nachdenklich werden lassen. …

Diese Form des „Journalismus“ ist ganz sicher nicht „vorurteilsfrei“ oder förderlich für „Zukunftsfähigkeit in Genossenschaften“.

Es mag sein, dass Journalisten gern „Schlagzeilen“ produzieren, aber sie sollten sich dabei auch der möglichen Folgen ihres Handelns bewusst sein. …

Uns ist aufgefallen, dass diese („Journalisten“-) Gruppe wohl darauf „ausgelegt“ sein könnte, (gezielt) „Mandate für Rechtsanwälte“ zu organisieren, mit denen man selbst (vorteilhaft) „kooperiert“. …

Unter dieser Betrachtung, geht es wohl weniger um wirkliche Lösungen zugunsten (potenziell) betroffener Genossenschaftsmitglieder. Eher scheint es darum zu gehen, viele „Rechtsverfahren“ zu initiieren, an denen (kooperierende) Rechtsanwälte verdienen.

Die nach außen gesandte Botschaft „Genossenschaftsmitglieder vor Schaden zu bewahren“ könnte sich auch als (intelligente) „Vertriebs-Strategie“ für neue „Anwalts-Aufträge“ erweisen. …

Wir sagen nicht, dass dies so ist, sondern weisen lediglich darauf hin, dass man solche Formen von „Berichterstattung“ jeweils genauer – und einzelfallbezogen – ansehen sollte. …

Teil dieser „Strategie“ – die ständig variiert – scheint es nunmehr auch zu sein, sich direkt an die „Prüfungsverbände“ und „Aufsichtsbehörden“ der Prüfungsverbände solcher Genossenschaften zu wenden. …

Wenn jede solcher „Aktivitäten“ wiederum neuer „Berichterstattungen“ Wert sind, über die dann wiederum neue „Öffentlichkeit“ erzeugt wird, entsteht so etwas wie eine „Genossenschaft der verbrannten Erde“, d.h. der Schaden für die Mitglieder dieser Genossenschaften vergrößert sich systematisch und der „Bedarf“ für „Rechtsleistungen“ erhöht sich quasi „automatisch“. ….

Irgendwie ein (interessantes) Vertriebskonzept – oder?!

Nunmehr ist uns bekannt geworden, dass aufgrund solcher „veröffentlichter Presse-Meldungen“ (genossenschaftliche) Prüfungsverbände sogar beginnen, solche Genossenschaften („rein vorsorglich“) auszuschließen. Schließlich möchte man „keinen Ärger mit der Aufsicht“ haben. …

Diese Frage wäre jetzt wohl angemessen:

·       Was haben diese Prüfungsverbände solcher Genossenschaften bisher getan, um sich selbst (zeitnah)  ein „Bild“ von der (behaupteten) Situation in der Genossenschaft zu machen und – sofern notwendig – (zeitnah) korrigierend auf die Gremien solcher Genossenschaften (erfolgsbezogen) einzuwirken?

Der selbstverständliche und mögliche Weg wäre, dass der oder die Prüfungsverbände selbst eine Mitgliederversammlung (Generalversammlung) einberufen würden. Das Genossenschaftsgesetz gibt hierfür die rechtliche Grundlage. …

Was hält die Prüfungsverbände davon ab, dies zu tun? …

Fehlt etwa die Qualifikation, um gegenüber den Mitgliedern und Gremien solcher Genossenschaften, sinnvolle (kompetente) Lösungswege aufzuzeigen? …

Da sind wir wohl an dem Punkt angekommen, den einige „Kritiker“ des derzeitigen „Prüfungswesens“ als (fehlendes) „Mehrwert-Potenzial“ bezüglich der (angebotenen) Leistungen des Prüfungswesens (wohl durchaus nachvollziehbar) „rügen“.

Wir würden gern dazu zunächst eine Videokonferenz durchführen. Spricht etwas dagegen? …

Und eine kühne Frage zum (vorläufigen) Abschluss:

·       Könnten (zumindest) Mitglieder unseres Journalisten-Büros bei Euch so etwas wie eine „Genossenschaftliche Grund-Qualifikation“ erwerben?

Ganz verwegen unser „Kompensations-Angebot“:

·       Im Gegenzug würden wir gern „Kompensation“ anbieten. Wir würden Euch in Sachen „Medienarbeit für und in Genossenschaften und Kooperationen“ fit machen, sodass Ihr künftig Genossenschaften selbst (medial) „optimieren“ könnt. …

Wir freuen uns auf Euere Antwort!!!    

.

 Antworten (Auszug)

Die Gespräche mit Euch beginnen richtig interessant zu werden. …

Ihr habt die Zusammenhänge gut erkannt und selbst bereits Hinweise gegeben, wie man (sozusagen vorausschauend) mit (speziellen) Themen - lösungsorientiert - umgeht. …

Gern würden wir Euch ermutigen, bei euerer (genossenschaftsbezogenen) journalistischen Arbeit, auch den Kontakt zu anderen Journalisten zu befördern.

Wir stellen immer wieder fest, dass auch solche Journalisten, die über Fragen des Genossenschafts- und/oder Kooperationswesen berichten, meist recht „oberflächlich“ berichten. …

Gänzlich fehlen z.B. auch Themen, die man als (kooperativ) „gesellschaftsverändernd“ einstufen könnte. Dazu zählen wir z.B. Besonderheiten, die das deutsche Genossenschaftswesen von anderen EU-Staaten unterscheidet. Das deutsche Genossenschaftswesen ist „staatsorientiert“, wie die „Aufsicht“ unschwer zeigt. Unklar bleibt, was diesen (deutschen) Sonderweg (wirklich) rechtfertigt?

Statt wie z.B. Frankreich, mehr als 30.000 Genossenschaften vorweisen zu können, kommt Deutschland kaum über 8.000 Genossenschaften hinaus.

Wir würden es sehr begrüßen, wenn dazu so etwas wie eine „mediale“ Gegenöffentlichkeit entstünde. Bisher dominieren die „Zentralverbände“ (Raiffeisen und Wohnwirtschaft) das genossenschaftsbezogene Informationswesen, einschließlich entsprechender Einflussnahme auf Parteien und Abgeordnete (Bund, Ländern, Gemeinden). Dies wird ergänzt durch die „Arbeit“ von „Genossenschafts-Instituten“ an diversen Universitäten/Hochschulen. Wobei zu sagen wäre, dass diese Institute nicht losgelöst von einem „intelligenten Sponsoring“ (z.B. DG Bank und Volksbanken) zu sehen sind.

Ist diese Arbeit „wissenschaftlich neutral“? Recherchiert dazu bitte selbst.

Wir würden gern anregen, auch möglichst Kontakte zu euren Kollegen aus Frankreich, Spanien, Italien, etc. diesbezüglich einzubeziehen. …

Eine Grundfrage bleibt:

„Was rechtfertigt den deutschen (genossenschaftlichen)Sonderweg in der EU?“

Der Erfolg? Wohl kaum?!

Fragt euere Kollegen und ermutigt Sie, sich für eine „EU-konforme“ Haltung Deutschlands zu verwenden. …  

   

Gern hören wir von euch! Und - sofern Ihr das wünscht – können wir natürlich mit euch auch eine spezielle Video-Konferenz durchführen …)

 

Wir freuen uns auf ebenfalls auf euere Antwort!

 

GenoGo – Die Genossenschafts-Idee verdient wirklich einen Neuanfang!

 

Redaktion:

AG GenoGo-Dialoge im SmartCoop Forschungsinstitut (SCFI) - „ThinkTank“ im  Bundesverband MMWCoopGo e.V.

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Der KooperationsRat ist:

Eine Gemeinschaftsinitiative von Organisationen – Institutionen – Firmen – Experten aus den Bereichen Genossenschaften und Kooperationen

zur Förderung Freier – Moderner – Zukunftsfähiger Genossenschaften u. Kooperationen

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8.5.23

Benötigen Genossenschaften jetzt eine wirksame Interessenvertretung?!

 


*Wer vertritt wirklich die Genossenschafts-Interesssen?*

 

GenoGo-Dialoge

 

 * Kooperativer Wandel braucht freie Genossenschaften*

Hinweis: Die GenoGo--Dialoge (per Mail, Telefon- o. Video) sollen Impulse für eine erfolgreiche  Umsetzung Kooperativer Projekt-Ideen bieten. Die GenoGor-Dialoge sind kostenfrei, sofern uns die Möglichkeit eingeräumt wird, diese Informationen zur Förderung des Kooperativen Wandels und Moderner Genossenschaften zu veröffentlichen. („Hilfen zur Selbsthilfe“). Ausschließlich, um eine bessere Lesbarkeit zu gewährleisten, können die Fragen (stilistisch) von uns geringfügig angepasst bzw. gekürzt werden. Wir garantieren Anonymität. Danke für euere/ihre Anregungen zur Gestaltung einer modernen Kooperations-Gesellschaft.

 Fragen (Auszug)

Wir haben in unserem Journalistenbüro Gründe recherchiert, weshalb in Deutschland das Genossenschaftswesen – im Vergleich zu anderen EU-Ländern – so zahlenmäßig weit zurückliegt. Nur ca. 8.000 Genossenschaften in Deutschland, das ist absoluter „Tiefpunkt“. Die Umrechnung der Geno-Zahlen von Frankreich auf Deutschland würde bedeuten: Wir müssten in Deutschland ca. 35.000 Genossenschaften haben. Das ist alles andere als „ein Erfolg!“.  Ist dieser „Miss-Stand“ wirklich nur zu korrigieren, wenn man endlich auch in Deutschland das EU-Recht für Genossenschaften in Wirkung bringt?

Die Zahlen zeigen wohl auch, wie problematisch die Interessenvertretung der Genossenschaften in Deutschland ist?!

Welche Rolle könnte in diesem Zusammenhang die enge Verbindung von Genossenschafts- und Prüfungswesen spielen? Kann so etwas überhaupt funktionieren, wenn man ein „Prüfungswesen mit Staatsaufsicht“ mit einer Interessenvertretung für Genossenschaften verbindet? …

Unserer Meinung nach bedürfte es dringend eines Verbandes, der konsequent – und ohne staatliche Kontrollen ausgesetzt zu sein – wirklich die Interessen der Genossenschaften vertritt, gegenüber der Öffentlichkeit und gegenüber der Politik.

Eine Interessenvertretung für Genossenschaftsmitglieder gibt es, das ist okay. Warum eigentlich keine analoge (konsequente) Interessenvertretung für Genossen-schaften?!

Auch hier sind z.B. wiederum Frankreich und andere EU-Länder eine Art Vorbild.

Könnt Ihr uns hierzu bitte einige Hinweise geben, denn unsere Recherchen bei den „Großverbänden“ waren mehr als „unproduktiv“ …

 

 Antworten (Auszug)

Danke für eure Recherchen. Wir wollen dem – mehr als ernüchternden Ergebnis - nicht widersprechen. …

Ja, ihr habt Recht, es sieht in der Tat so aus, als hätten Genossenschaften in Deutschland zu wenig „Lobby“. Auch wenn es – besonders von den Großverbänden - anders dargestellt wird, die Wirklichkeit spricht eindeutig diese „Sprache“:

·         Statt der existierenden knapp 8.000 Genossenschaften, sollte es in Deutschland - mindestens - 4x mehr Genossenschaften geben (im Vergleich zu anderen EU Ländern).

So weit der „rechtsformbezogene“ Vergleich.

Quasi „dramaturgisch“ wird es, wenn man die Anzahl der Genossenschaften mit anderen Rechtsformen vergleicht.

Hier stehen z.B. diesen nur 8000 Genossenschaften

·         ca. 1,2 Mio (!) GmbHs (nebst UG) gegenüber.

Auch wenn die statischen Daten der Unternehmensformen in Deutschland nicht unbedingt „gesichert belastbar“ sind, sie zeigen jedoch eindeutig:

·         Nur ca.0,6 % aller Unternehmen in Deutschland sind Genossen-schaften!

Woher bei solchen Zahlen, die Aufgeregtheit in Bezug auf Genossenschaften besteht, ist eigentlich nicht so recht erkenn- bzw. erklärbar. …

Statt von einer „Gründungs-Erleichterung“ bzw. Gründungsförderung für Genossenschaften zu sprechen, sollte man eher von einer „konsequenten Beseitigung von Gründungshemmnissen“ sprechen. …

Es scheint dringend geboten, dass man nicht weiter (politisch) den PR-Darstellungen der großen Genossenschaftsverbänden folgt, sondern endlich neutrale Untersuchungen der Politik zur Verfügung stellt. …

Unerklärlich, weshalb die bereits 2012 (!) – aufgrund einer überzeugenden Kienbaum-Studie – geschaffen Gründungserleichterungen für Klein-Genossenschaften (KoopG - analog der UG für die GmbH), bis heute nicht als Gesetz wirksam geworden sind.

Insider vermuten, dass dies aufgrund massiver politischer „Blockaden“ zumindest der großen Genossenschaftsverbände erfolgt sei …

Was könnte das Motiv dieser Verbände sein?

Man könnte durchaus sagen, dass es um Geld geht, nicht gerade wenig …

Denn bisher sind auch Kleinstgenossenschaften gezwungen, sich einem Prüfungsverband anzuschließen, eine (nicht ganz preiswerte) „Gründungsprüfung“ über sich ergehen zu lassen und sich einer regelmäßigen Pflichtprüfung zu unterziehen.

Die „Markteintritts-Barrieren“ sind also nicht unerheblich.

Aber das ist nicht alles.

Diese Prüfungsverbände unterliegen der „Staatsaufsicht“ und – soweit sie größere Genossenschaften prüfen wollen - auch der „Aufsicht“ durch die Wirtschaftsprüfer-kammer in Form einer „Qualitätsprüfung“. …

Wir halten fest:

·         Jede, auch die kleinste, einfachste, „unproblematischste“ Genossenschaft in Deutschland wird – so könnte man durchaus sagen - unterliegt einer (indirekten) „Staatskontrolle“.

Der Bürokratie- und Kostenaufwand ist also nicht unerheblich. Aber die „indirekte“ Staatskontrolle ist auch nicht ganz unproblematisch (oder?). …

·         WO oder WER ist aber nun eine wirkliche Interessenvertretung der  Genossenschaften in Deutschland?

Recherchiert dazu bitte selbst und fragt euch:

·         Bedarf das Genossenschaftswesen in Deutschland jetzt nicht dringend einer (unabhängigen) Interessenvertretung?

Auch wenn sich Prüfungsverbände (gern) oft als „Prüfungs- und Genossenschaftsverbände“ darstellen, sind bzw. können sie:

·         Nicht:  „Partei pro Genossenschaften“ sein (!).

Fassen wir also zusammen:

·         Genossenschaftsverbände, die zugleich auch Prüfungsverbände sind, unterliegen durchaus der „Staatsaufsicht“.

·         „Nur-Prüfungsverbände“ unterliegen ebenfalls dieser Staatsaufsicht.

Das ernüchternde Ergebnis lautet:

·         Derzeit gibt es in Deutschland keinen Verband, der wirklich - eindeutig und neutral – als  „Interessenvertretung“ für Genossenschaften erkennbar ist!…

Diese Situation hat auch Folgen für das gesamte „Erscheinungsbild“ von Genossenschaften in der Öffentlichkeit. …

So wundert es nicht, wenn z.B. gewisse „Presse-Portale“ systematisch „Politik“ gegen (ausgewählte) Genossenschaften praktizieren können, ohne dass es dazu eine geeignete „Gegenöffentlichkeit“ gibt. Auch dies – und mehr - wäre z.B. Aufgabe einer Organisation, die es derzeit einfach (noch) nicht gibt.

Die Frage ist offensichtlich allzu berechtigt:

·         Wann endlich kommt es zu einer wirklichen Interessenvertretung für Genossenschaften,

 z.B. zu einem

·         Verband Deutscher Genossenschaften“ (VDG) …

Wir sind sicher, dass auch das ein wichtiger Beitrag ist, endlich Genossenschaften als eine bedeutsame Rechtsform zu erkennen, die (derzeit) einzige Rechtsform, die deutlich auf Kooperation und Partizipation ausgereichtet ist und damit so etwas befördert, was viele Menschen als „Rechtsform für den Kooperativen Wandel“ bezeichnen.

Soweit ihr mögt, würden wir den „GenoGo-Dialog“ – besonders zu dieser Thematik – gern fortsetzen, denn es bedarf - gerade in Verbindung mit einer „nachdenklichen“  Presse – jetzt mehr Klarheit (und auch Wahrheit),

·         um Deutschland aus der Position eines „Schluss-Lichtes“ im Genossenschaftswesen herauszuführen. …

Statt der derzeit nur 8.000 Genossenschaften, hat Deutschland durchaus das Potenzial von Frankreich, Spanien, Italien, etc..

Und das würde bedeuten:

·         Mindestens 30.000 Genossenschaften (!)

 

PS: Gern hören wir von euch! Und - sofern Ihr das wünscht – können wir gern mit euch auch eine spezielle Video-Konferenz durchführen …)

Wir freuen uns auf euere Antwort!

GenoGo – Die Genossenschafts-Idee verdient einen Neuanfang!

 

Redaktion: AG GenoGo-Dialoge im SmartCoop Forschungsinstitut (SCFI) - „ThinkTank“ im  Bundesverband MMWCoopGo e.V. www.bundesverband-mmw.de

i.V.m.

 VerbändeNetz Menschen Machen Wirtschaft

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c/o VDP MitUnternehmer- u. Genossenschaftsverband e.V.

Koordination: Gerd K. Schaumann – info@menschen-machen-wirtschaft.de

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„MehrWert“ - Prüfungen – Was denn sonst …„?! (2)

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